Aufruhr in Schattenmark

Mitten in der Nacht wurde ich wach. Sirenen. Eine Hand auf meiner Schulter. Shane. Durch meinen leicht verschlafenen Blick sah ich in sein Gesicht und merkte schlagartig, dass es diesmal keine Übung ist.

„Dave und sein Arkanistentrupp werden angegriffen“, sagte er und schlagartig wurde ich wach. Dave war mein Mentor in meiner Ausbildung. Also sprang ich in meinen Pilotenanzug und lief zur Startrampe. Meine Kameraden aus dem Quartier taten es mir gleich. Mit ihren Kryptern an der Seite bestiegen sie ihre Javelins. Mein Storm stand ebenfalls bereit, Shane saß bereits in seinem Sitz und eine kleine Diode im Visier meines Anzuges verriet mir, dass der Link zu ihm bereits besteht.

Im Anzug ging es in die Luft. Es ist jedes mal ein echtes Highlight, wenn mein Javelin sich erhebt. Dieses Gefühl in der Magengegend, wenn die Gravitation außer Kraft gesetzt wird. Ich konnte mir einen Jubelschrei nicht verkneifen. „Wenn du dann fertig bist mit rumjubeln“ – hörte ich Shane durch das Com-Link – „Ich schalte Yarrow dazu.“

Nach einer kurzen Störung dröhnte die Stimme Yarrows in meine Ohren. „Freelancer! Gut zuhören. Arkanist Dave Helix und seine Truppe werden von mehreren Ursix in die Enge getrieben. Die Sentinels, welche zum Schutz abgestellt wurden, wurden buchstäblich in Stücke gerissen. Sie haben sich in den Ruinen von Schattenmark verschanzt und warten auf eure Hilfe. Allerdings gibt es ein weiteres Problem.“ – „Ein weiteres Problem?“, fuhr Shane dazwischen. „Ja. Schattenmark ist Dominion-Territorium und wenn ihr euch nicht beeilt, könnte es weitaus schlimmer kommen als es bereits ist. Ich schicke euch Sentinel Dax und ihr Team als Unterstützung!“

Auf einer Anhöhe vor den Ruinen bezogen mein Team und ich Stellung. Nach kurzem Check meiner Systeme und Ausrüstung gab ich zu verstehen, dass ich bereit bin. Wir gingen in Stellung. Wieder ein Knistern im Com-Link. „Hier Dax! Freelancer, wir werden gerade von einem Schwarm Wyvern belagert. Fangt schonmal ohne uns an wir sind auf dem Weg so schnell es geht.“ Ein kurzes Nicken, dann erhoben sich zwei Colossus, ein Ranger und mein Storm in die Luft um den Arkanisten zur Hilfe zu eilen.

Das Brüllen der Ursix war von weitem zu hören. Ich blieb über den Ruinen in der Luft um meinem Team Anweisungen zu geben. Die Waffe im Anschlag. Zwei der fünf Ursix sind bereits erledigt. Während ein Colossus damit beschäftigt war, die Arkanisten zu schützen, hielten wir die Kreaturen mit allem, was wir auffahren konnten in Schach. „Wir sind da!“, rauschte es in meinen Ohren und zehn Sentinels, angeführt von Dax, tauchen am Horizont auf, gefolgt von einem schwer gepanzerten Läufer. Der Triumph war in greifbarer Nähe und die Arkanisten so gut wie in Sicherheit…

„Freelancer! Pass auf… Das… Domin…“ Die Verbindung riss ab. Rauschen… Ein lauter Knall. Das Dominion tauchte wie aus dem Nichts auf. „Shane, hast du eine Lösung für mich? Shane? Shane, antworte!“ Keine Reaktion. Anscheinend muss mein Com-Link endgültig den Geist aufgegeben haben. Aber das ist gerade nicht das Hauptproblem. Meine Munition geht zu neige und die Systeme meiner Aurüstung spielen verrückt. Anscheind hat das Dominion-Pack dazugelernt und stört unsere Kampfanzüge. Dax und ihre Sentinels umkreisten die Arkanisten und eskortierten sie zum Läufer. „Wo ist Dave?“ gab ich mit Handzeichen zu verstehen, da die Kommunikation eingeschränkt war.

„Freelancer, das Dominion hat zwei Arkanisten in seiner Gewalt“, dröhnte Yarrows Stimme an mein Ohr. Also ist das Com-Link doch nicht gestört. „Sie ziehen sich zurück. Bringt alle, die ihr retten konntet im Läufer sofort nach Fort Tarsis!“ Mein Team agierte Hand in Hand mit Dax und ihrer Truppe. Das Dominion war verschwunden. „Shane, antworte mir verdammt! SHANE!“

Im Läufer auf dem Weg zurück ins Fort waren meine Kameraden sehr entspannt und die Stimmung gut. Bis auf meine. Die Arkanisten saßen in einem Quartier zusammen. Immer wieder fiel Daves Name. Und eine Frage lies mir keine Ruhe. Warum antwortete mein Krypter nicht? Ich konnte mir keinen Reim darauf bilden. Ich beschloss ihn aufzusuchen, sobald wir zurück waren. Es konnte doch nicht sein, dass er mich einfach ignoriert. Irgendetwas war da faul…

Im Fort angekommen gab ich Yarrow meinen Helm Chip für den Bericht und wies die Mechaniker an, meinen Storm auf Herz und Nieren zu prüfen. Dann machte ich mich auf den Weg zum Bereich der Krypter. Shane würde eine gute Erklärung für all das haben da war ich sicher…

Sein Sitz war leer. Als hätte er nie darin gesessen. Krypter sind in einer Art Tunnel, wenn sie mit ihren Freelancern verbunden sind. Die Umgebung um sie herum hört quasi auf zu existieren. Niemand bekommt etwas mit. Ich fragte mich durch die anderen Krypter, aber niemand hatte Shane gesehen. Wie war das möglich? Ich brauche mehr Informationen, die auf Shane und sein Verschwinden hinweisen. Doch wen soll ich fragen? Lucky Jak, wenn er denn mal den Kopf von den Büchern hebt, oder nicht gerade selber mit seinen Heldentaten prahlt? Neeson, der seine Ohren überall hat? Vule, in der Hoffnung ihn auf gutem Fuß zu erwischen? Was würde Faye jetzt tun?


Ein ganz normaler Tag in Bastion,
Freelancer Philbo

Wen soll der Freelancer nach Informationen fragen?
  • Neeson (54%, 14 Stimmen)
  • Lucky Jak (38%, 10 Stimmen)
  • Vule (8%, 2 Stimmen)

Teilnehmer: 26

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Umfrage endet am 16.03.2019

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4 Antworten

  1. Freelancer Marvin sagt:

    Toll dass es nun eine eigene Seite dafür gibt. Du leistest tolle Arbeit Philbo!

  2. SnesOne sagt:

    Coole Sache

  3. JuLeZz sagt:

    Mega nice, vielen Dank dafür

  1. 29. Oktober 2019

    […] Weiterlesen? Dann hier entlang!Tagebuch eines Freelancers […]

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